ICH WOLLTE IMMER IN MEINEM LEBEN AUSBRECHEN.

DRUCK UND AUTORITÄT EMPFAND ICH ALS FEINDE.

MEINE ERZIEHER UND FREUNDE WAREN BÜCHER.

MIT DER MELANCHOLIE KONNTE ICH ENTSCHWEBEN,

KEIN TRAUM OHNE EINSAMKEIT.

Die mittlere Freiheit. Notizen aus der Syphilisation

Roman. Band 3 der Trilogie «Leben in der Schweiz»

«Die mittlere Freiheit. Notizen aus der Syphilisation» bildet nach «Das kriegen wir hin! Ein Schweizer Alptraum» und «Reise durch die Gebärmutter und die Wüste. Katholisches Roulette» den Abschluss der Trilogie über die (Deutsch)Schweiz.

Ich habe hier am deutlichsten meine Erfahrungen mit der Schweiz und wie es sich in einer streng reglementierten Welt leben lässt verarbeitet.

Ritschi Telli, ein arbeitsloser Journalist, hat seine ganz eigenen Vorstellungen vom Leben. Er will nicht mehr für Medien arbeiten und sich nicht länger «integrieren». Er geniesst das Dasein, obwohl langzeitarbeitslos und unter Druck der Behörden. Das reizt seine Umgebung. Ein vom Arbeitsamt verordnetes Beschäftigungsprogramm in einem Hilfswerk erweist sich als Flop. Mit Ritschi kann man nichts anfangen. Was aber ist eigentlich mit diesem Betrieb los? Und was mit diesem Land?

Ritschi steht im Spannungsfeld zwischen Behörden und seinen eigenen Bedürfnissen, zwischen eigenem Schreiben und den Bedürfnissen der Frauen, die sich auf ihn einlassen. Ritschi glaubt, «sein Leben» führen zu können, fern vom allgemeinen Überdruss und schönem Schein. Ritschi will im «gesellschaftlichen Zirkus» Mensch bleiben.

Eine schonungslose, vertiefte Auseinandersetzung mit den Bedingungen in unserem «System», ein aktuelles Bild der Schweiz, wie man es sonst nirgends zu lesen bekommt.

 

«Mit diesem, seinem bisher besten Buch hat Erich Hirtler seine "Luzerner Trilogie" abgeschlossen, man könnte auch sagen: sein Leiden an der hiesigen Gesellschaft ausgeschwitzt.» Pirmin Bossart

«Mit 'Die mittlere Freiheit. Notizen aus der Syphilisation' ist Erich Hirtler ein Roman gelungen, der fein ausgestaltet ist, der überzeugt mit seiner scharfen Gesellschaftskritik, der geleitet wird von einem sicheren Gespür für Spannungsbögen und Dramaturgie und der geprägt wird von einer grossen sprachlichen Reflexivität – also ein Buch, das sehr lesenswert ist.» Stefan Graber

 

Zu Rezensionen, Berichten von Anlässen.

 

Erich Hirtler, Die mittlere Freiheit, Rodion Verlag, Hergiswil 2010 (340 Seiten). Fr. 25.-

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