ICH WOLLTE IMMER IN MEINEM LEBEN AUSBRECHEN.

DRUCK UND AUTORITÄT EMPFAND ICH ALS FEINDE.

MEINE ERZIEHER UND FREUNDE WAREN BÜCHER.

MIT DER MELANCHOLIE KONNTE ICH ENTSCHWEBEN,

KEIN TRAUM OHNE EINSAMKEIT.

Bio

Erich Hirtler

Erich Hirtler, Autor

Eine Urgrossmutter soll Roma gewesen sein. Ein Grossvater war Buchhalter aus Deutschland, der andere, ein Entlebucher, war Fuhrwerksbetreiber. Die Gene meiner Eltern waren demnach stark gemischt. Ich kam in Vevey zur Welt und erwachte unsanft, als wir in die Innerschweiz umzogen. In meinen bisher fast 56 Lebensjahren zog es mich in die Ferne oder auf nähere Entdeckungsfahrten. War ich äusserlich gehindert, reiste ich im ständig bewegten Kopf. Wenn ich irgendwo zuhause bin, dann in Valparaiso und La Chaux-de-Fonds. Nach Studienanläufen in Neuchâtel und Bern, brachte ich ein Germanistikstudium hinter mich, um schliesslich im Journalismus zu landen, einen Beruf, den ich bald verabscheute, weil man gehindert wird, ihn redlich auszuüben. So habe ich mich zwischendurch zeitweilig in anderen Tätigkeiten versucht.

Nun muss ich prosaisch werden: Schriftstellerisch bin ich seit 1979 tätig, zuerst mit Langmonologen, Dramoletten und Lyrik, dann bis vor kurzem mit vielschichtigen Romanen und Erzählungen, heute teils mit gattungsmässig und formal schwerer einzuordnenden Werken. (11.11.2014)